Sep 16 2009
Die Friesenrose (Jutta Oltmanns)
Ich möchte euch kurz meine Leseeindrücke zum Roman “Die Friesenrose” von Jutta Oltmanns schildern. Ich hatte mich ja sehr aufs Buch gefreut, es dann aber letzten Endes nicht mal zu Ende gelesen. Nach einigen wenigen Seiten schon konnte ich es nicht mehr aushalten … aber nun zunächst zum Inhalt:
Klappentext: Ostfriesland 1810: Widerwillig beugen sich die Menschen dem Handelsverbot und der Fremdherrschaft der Franzosen. Auch die Borkumerin Inken Hinderks, Tochter eines Walfängers, bekommt deren Willkür zu spüren, als ihr Vater zu Unrecht gefangen genommen wird und sie selbst von der Insel fliehen muss. Völlig auf sich allein gestellt, erhält sie Hilfe von Cirk Hoogestraat, einem Blockadebrecher, in den sie sich verliebt. Cirk bringt sie zu der bärbeißigen Geldverleiherin Tjalda, die Inken Unterschlupf gewährt. Schon bald schafft es Inken mit Hilfe der Chinesin Sumi und Tjaldas zur ersten Teehändlerin Emdens aufzusteigen. Da tritt Cirk erneut in ihr Leben, an seiner Seite die Engländerin Lucia, die behauptet ein Kind von ihm zu bekommen. Als der Schmugglerkönig auch noch gemeinsame Sache mit Inkens verhasstem Konkurrenten macht, bricht für sie eine Welt zusammen. Doch im Augenblick größter Gefahr begegnet sie Cirk erneut und muß sich zwischen Liebe und Hass entscheiden.
Nun. Es klang alles ganz gut und vor allem das Cover hatte es mir angetan. Der Text selbst war jedoch vor lauter Kitsch nicht zu ertragen. “Sie konnte ihm bis auf den Grund seiner Seele blicken” – und das mehr oder weniger plötzlich – natürlich! Weil es ja völlig normal ist, einen wildfremden, frechen Mann zu treffen, sich selbst erst unglaublich widerspenstig zu geben – was ihm gefällt – und bald festzustellen, dass man ihn und seine freche Art ja doch toll findet. Aber alles so unwahrscheinlich dick aufgetragen und kitschig geschrieben, das war echt zu viel für mich. Und der Tee, um den es ja eigentlich gehen sollte, war eigentlich – zumindest bis zu der Seite, bis zu der ich gelesen habe – mehr ein Nebenakteur, kam eingangs überhaupt nicht vor. Ich meine: Wers mag, ok, kein Problem. Für MICH wars nix. Kein historischer Roman – wenn überhaupt, dann ein “historischer Liebesroman”, wohl eher nur ein “Liebesroman vor historischer Kulisse”.
Willkommen zurück!
2 Kommentare



Hallo!
Ich habe soeben eine ähnliche Erfahrung gemacht, möchte aber dafür eine super Alternative empfehlen (falls nicht bereits gelesen):
“Göttertrank” von Andrea Schacht. Die Geschichte ist nicht allzu kitschig und das Hauptprodukt – in diesem Fall der Kakao – kommt nicht zu kurz!
Hi Rebecca, das Buch kenne ich schon, danke für den Tipp
LG, Angelcurse